Zutatenliste für „Die öffentliche Meinung“

man nehme:

1 Stück Vergangenheit
1 Prominente „glaubwürdige“ Person
1-2 sog. Zeitzeugen
1/2 Dutzend „original“ Film und Tonmaterial

als Garnierung:
einen Schuß Tränen
ein paar Tropfen Schuld

Alles zusammen mit dem großen Medienlöffel verrühren
und eine Woche im Presseofen garen.
Zum Schluß mit den Tränen und der Schuld garnieren.

Fertig ist die Meinung.
Guten Appetit!
 

Brot und Spiele,
 
das wird uns täglich „verkauft“.
Nachrichten Moderatoren die ihre Mimik schneller wechseln können,
wie es das Wetter nie schaffen würde.
Gewinnspiele und Preisrätsel, werden einem ständig um die Ohren gehauen.
Radio Moderatoren die in aller Herrgottsfrühe die Leichtigkeit des Lebens verkünden,
die aus dem Lautsprecher klingen, als ob sie unter Drogen ständen.
Fernsehserien und Filme in denen es fast immer nur um Sex geht,
verpackt als Liebesfilm oder Komödie.
Gewisse Zeitungen, bei denen die Überschriften mehr Platz einnehmen,
als der eigentliche Text.
Wahlen, die keine Verlierer haben, denn hinterher in den Interviews hat ja doch jede Partei irgendwie gewonnen, außer das Volk selbst, welches immer der Verlierer ist.
Die Ständige Erinnerung an die Vergangenheit. Komisch, die anderen Nationen haben anscheinend eine reine weiße Weste. Obwohl, wenn ich mir so die US-Weste ansehe, dann hilft auch das beste Waschmittel nicht mehr.
Aber das scheint hier irgendwie überhaupt keinen zu interessieren.
Alle machen mit und schwimmen mit der Masse.
Keiner will auch nur mal ein bißchen den Kopf raus stecken.
Man könnte ja irgendwo anstoßen.
Von staatlicher Seite wird so was ja auch nicht gefördert.
Ein glücklicher Sklave ist eben auch ein guter Sklave.
 

 
Ein Reisender kam nach Deutschland und wollte Land und Leute kennen lernen. An der Grenze begrüßte man ihn mit einem kräftigen deutschen “Hallo”, alles “Okay” sie können einreisen. In einer alten deutschen Stadt sah er “Shops” mit großen “Sale” Buchstaben am Schaufenster, die entweder gerade “Open” oder “Closed” waren. Ein “Second-Hand-Shop” war schon für “Xmas” geschmückt. Ein anderer war  nur für “Ladies only”.  Große Plakate kündigten eine “Promotion-Tour” an. Und in der “City” sollte ein “Big Open Air” mit zahlreichen “Highlights” stattfinden. Sozusagen das “Event” des Jahres mit einem “Special-Guest”. Er holte sich noch “Tickets” über die “Hotline” Nummer, natürlich “Call by Call”. Bezahlt hat er mit seiner “PAYBACK” Karte. Unterwegs, mit dem Auto, hörte er einen Radiosender Namens “Jump”,  der gerade die “Charts” “On Air” abspielte. Schnell noch mal  tanken  bei  “clean-car”. Danach zu “McDonald’s”, natürlich “Drive In”. Am nächsten Tag im “Shoppingcenter”, gab es sogar eine ganze Etage nur “For Kids”. Überall war Werbung mit dem “Game” des Jahres, und in der Elektroabteilung lief auf manchen Fernsehgeräten die  “News” vom Tage und  auf  anderen,  die   Wiederholung der “Daily Soaps” vom Vortag. An der Toilettentür stand “Men”. Hinter der Kasse eine gut gelaunte Verkäuferin, die bei jedem Kunden einen “Joke” auf Lager hatte. Auf der Straße kamen ihm Jugendliche entgegen, die stolz auf der Brust die US-amerikanische Flagge, oder auch den Union Jack trugen, je nachdem was gerade “In” oder “Out” war. Abends In der Kneipe, er hatte doch heute ein “Date”, war gerade “Happy Hour”. In der Nacht ist er kurz aufgeschreckt, weil unter seinem Fenster ein Auto der Feuerwehr, natürlich mit original amerikanischer Sirene, vorbeigefahren war. Zu Hause angekommen wurde er gefragt, wie es denn so in Deutschland sei, er sagte, prima! Wie bei uns zu Hause, nur unsere Hymne hat mir noch gefehlt, aber das kommt bestimmt noch.
“THANK YOU GERMANY”


Glaube
 
Was machen wir hier eigentlich?

Otto v. Bismarck sagte einmal „Das Leben hätte keinen Wert, wenn der Tod das Letzte wäre“. Darüber sollte man nachdenken. Wie wir wissen, macht die Natur keine Fehler und alles hat irgendwie einen Sinn, auch wenn es auf den ersten Blick noch so abstrus aussieht. Macht es denn Sinn, wenn man sündigt, mit 10 „Vater unser“ wieder
rehabilitiert wird und später in den „Himmel der Glückseligkeit“ kommt?
Macht es denn Sinn, wenn man sich in einem voll besetzten Bus in die Luft sprengt um ins Paradies als Märtyrer zu kommen?
Macht es denn Sinn, sich auf eine fernöstliche Religion zu stützen, in der alles „Rosarot“ wird, egal was man tut? ...
Das Problem in unserer Zeit ist der Glaube.
Da gibt es die streng Gläubigen und Fanatischen.
Und die, die sich nur auf materieller Ebene bewegen und noch nicht mal an sich selbst glauben.
Ich GLAUBE daran, daß es einen Grund gibt warum man hier ist.
Ich GLAUBE daran, daß jeder einen spezielle Aufgabe hat in diesem Leben.
Ich GLAUBE daran, daß das was man tut, egal ob positiv oder negativ, zu einem zurück kommt.
Ich GLAUBE an eine Wiedergeburt (nicht als irgend ein Tier, denn das wäre ja ein Rückschritt).
Ich GLAUBE nicht an einen „Rosaroten Himmel der Glückseligkeit“, denn
dort wäre ja dann alles Gut und positiv, aber dann wäre das Gleichgewicht nicht mehr vorhanden. Es gibt immer „Gut und Böse“, „Positiv und Negativ“, „Plus und Minus“...

„Armut schafft Demut,
Demut schafft Fleiß,
Fleiss schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut,
Übermut schafft Krieg,
Krieg schafft Armut“

Es ist immer eine Spirale die sich dreht. Mit immer wiederkehrenden Ereignissen. Der Zeitraum ist für uns meistens nicht nachvollziehbar, weil wir immer nur in dem Zeitraum denken, in dem wir gerade Leben. Was sind schon 70-90 Jahre Leben eines Menschen im Vergleich zum ganzen Universum.

Und unsere Seele?
 

 
Seit Dezember 2005
im Netz
zuletzt geändert am
13.04.2008



Besucher
Gesamt
Gestern
Heute
Online

private
krankenversicherung
vergleichTotalTracker.com
 
schreib mal was